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Valencia

El Cabanyal in Valencia
El Cabanyal liegt an der spanischen Mittelmeerküste. Ursprünglich eine eigene Fischersiedlung, ist El Cabanyal heute ein Stadtteil von Valencia. 1993 wurde der Stadtteil wegen seiner einmaligen, in über 600 Jahren gewachsenen städtebaulichen Struktur und der vielen, in der ersten Hälfte des 20. Jahrhunderts von Fischern und Handwerkern im Jugendstil erbauten Wohnhäuser zum Kulturdenkmal erklärt. Seit 1998 soll eine 100 m breite Straße quer durch den Stadtteil gebaut werden. 450 Häuser sollen abgerissen, etwa 2000 Menschen umgesiedelt werden. Das Bauvorhaben wurde in diesem Jahr von einer Initiative vor Ort in Zusammenarbeit mit der Madrider Regierung gestoppt.

Die vielfältigen Aktivitäten wurden langjährig von Künstlern und Institutionen unterstützt.

Juni 2010 besuchten Studenten der Stadtplanung mit Prof. Yamamoto aus Mukojima zusammen mit Mitgliedern des Japanisch-Deutschen Stadtteildialogs aus Ottensen El Cabanyal in Valencia. Sie diskutierten in einem einwöchentlichen workshop über gemeinsame Probleme der Stadtplanung. Es wurde ein Film gezeigt und im darauffolgenden Jahr gab es eine Ausstellung von Ulli Thormann in El Cabanyal.

http://www.deutschlandfunk.de/der-wandel-geht-vom-sueden-aus-podemos-und-der-geist.1247.de.html?dram:article_id=346504

Die Ergebnisse des workshops wurden einige Male in Ottensen vorgestellt.

Hamburger Architekten studieren die Zukunft von Cabanyal

Dies wird am 3. November in Hamburg Ottensen stattfinden, wobei mit der Anwesenheit von Luis Francisco Herrero gerechnet wird, Professor der Universität Politécnica

Die Auseinadersetzung, hervorgerufen durch das Vorhaben des Rathauses von Valencia einen Teil des maritimen Stadtviertels Cabanyal abzureißen, um die Hauptstraße Blasco Ibáñez bis zum Strand hin zu verlängern, gelangt am 3. November in die deutsche Stadt Hamburg. Das Treffen in der Hansestadt wird einen großen Teil der Arbeit auswerten, die während des Kongresses „en3barrios“ vom 9. bis 12. Juni, organisiert von der Universität Politécnica de Valencia (UPV), geleistet wurde. Dabei ist auch das Ziel, gemeinsam mit den „Brüdern“ aus Ottensen (Hamburg) und Mukojima (Tokio) das historische Viertel der Hauptstadt von Turia  zu vergleichen.

Das Publikum wird die Problematik der levantinischen Enklave aus vier wesentlichen Gesichtspunkten kennen lernen: Geschichte, Aktualität,  Alternativplan genannt la Pepri (Spezieller Plan für Denkmalschutz, Rehabilitation und Restauration) und die Kooperation zwischen den Bezirken Cabanyal und Ottensen. Brigitte Abramowski und Burkhart Springstubbe werden zu Anfang an einem runden Tisch moderiert von Peter Schwanewilms das maritime Viertel präsentieren.

Die Geschichte und die aktuelle Situation werden von Professor Luis Francisco Herrero (UPV) mit der Unterstützung von Aitor Varea und Isa Gonzaléz analysiert werden. Herrero, der auch einen Vortrag in der Hamburger Universität halten wird, betonte, dass er „die Wurzeln, die Herkunft und die Werte des Stadtviertels aufzeigen möchte, erläuternd wie es war und wie es sich verändert hat“.

Eklektische Architekten

Dafür wird der Dozent verschiedene Dias zeigen, die die spezielle rasterartige Anordnung des maritimen Bezirks als das Erbe einer Epoche illustrieren, in der hier hunderte von charakteristischen valencianischen Baracken angesiedelt waren und die aktuell in die eklektische Architektur integriert ist. „Dieses sind die Prämissen, auf die man sich in der Deklaration der Kulturgüter des Viertels stützt, die von der spanischen Regierung gefördert werden, um seinen Erhalt zu sichern. Ich möchte zeigen, dass das, was man in der Deklaration vertritt, real ist, dass die Konditionen heute so sind.“ Gleichzeitig wird der Dozent die Mechanismen der Veränderung beleuchten, die erlauben, dass das architektonische Erbe im 21 Jahrhundert fortbestehen kann.“

Nach dem Vortrag von Herrero sind die deutschen Architekturstudenten an der Reihe, die an der Initiative „en3barrios“ teilgenommen haben. Sie werden von ihren Erfahrungen berichten, die ihnen die verschiedenen  realisierten Arbeiten des Workshops ermöglicht haben. Der Architekt David Stal und das Mitglied der Bürgerinitiative „Salvem el Cabanyal“ Maribel Doménech sind die nächsten, die zu Wort kommen werden, um die Details des von der PSPV vorangetriebenen alternativen Plans la PEBRI zu behandeln. Die gleichen Autoren, zusammen mit Elisabeth Von Ducker, werden das Zusammentreffen mit einer Analyse der diversen Möglichkeiten der Kollaboration zwischen Ottensen und Cabanyal beenden. Herrero erklärte, dass „wir von ihrer Erfahrung der Rehabilitation und sie von unserem System des bürgerlichen Kampfes lernen können.“

Peter Schwanewilms

Die Hand, die die beiden Viertel zusammenführt

Ohne Zweifel, ist Peter Schwanewilms einer der Personen, die die Fäden geknüpft hat, um ein Treffen zu organisieren. Er hat acht Jahre lang in Valencia (2000 – 2008) gelebt und nahm aktiv an den Forderungen der Bürgerinitiative „Salvem el Cabanyel“ teil. Der deutsche Aktivist erklärte „während meines ersten Aufenthalts in Valencia wohnte ich in einem Hotel nah am Strand. Als ich alle die Plakate von Salvem voll von Forderungen sah, erinnerte mich das sofort an alle die erlittenen Probleme in Ottensen und ich fühlte mich sofort wie Zuhause“. Die Begebenheiten des Lebens – seine Frau wurde Lehrerin an der deutschen Schule in Valencia – es brachte ihn zurück in die Hauptstadt von Turia. Jetzt, zurück in seinem Heimatland, zögert er nicht im Nachbarschaftskampf, „ich glaube, dass wir durch die Bewahrung unserer historischen Bezirke die Entwicklung einer europäischen Identität in einer immer mehr globalisierten Welt erleichtern“. Seine Rückkehr nach Deutschland war zumindest ungewöhnlich. Peter schwang sich auf sein Rad, um fast 2500 km von Valencia nach Hamburg zurückzulegen. Und er tat dies mit einem symbolischen roten Seil, mit dem er sich in allen großen Städten fotografierte, die er besuchte.

 


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